In unserem Diagnosesystem werden im wesentlichen zwei Formen unterschieden, die direkt im Bezug zum traumatischen Erleben stehen:
International Classification of Diseases (ICD) 10:
F 43.0
Beginn: während oder nach dem Ereignis
Dauer: Stunden bis Tage, höchstens 4 Wochen
Besonderheiten: halten Symptome 3 Wochen an => Beobachtung
Maximale Intensität nach etwa 3 Tagen, nachlassen der Intensität nach etwa
3 bis 4 Tagen
International Classification of Diseases (ICD) 10:
F 43.1
Diagnostic and Statistic Manual of Mental Disorders (DSM) IV: 309.81; Diagnosekriterien der PTSD (nach DSM IV):
Die Person wurde mit einem traumatischen Ereignis (=> Belastendes Ereignis) konfrontiert, bei dem folgende Kriterien vorhanden waren:
1. Die Person erlebte, beobachtete oder war mit einem oder mehreren Ereignissen konfrontiert, die tatsächlichen oder drohenden Tod oder ernsthafte Verletzung oder eine Gefahr der körperlichen Unversehrtheit der eigenen Person oder anderer Personen beinhalteten.
2. Die Reaktion der Person umfaßte intensive Furcht, Hilflosigkeit und Entsetzen.
Betroffene reagieren in folgender Weise auf das Ereignis/die Ereignisse:
Betroffene reagieren in folgender Weise auf das Ereignis/die Ereignisse:
Wie Menschen auf traumatische Ereignisse reagieren, hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem von der Art und stärke des Erlebnisses, von der Situation des Geschehens und von den persönlichen Ressourcen, über die der Betroffene zu jenem Zeitpunkt verfügt.
Betroffene zögern oftmals über das traumatische Ereignis zu sprechen. Vermutlich gibt es daher eine hohe Dunkelziffer.
Bei chronifizierten Formen finden sich häufig auch Depressionen, Alkohol Drogenmißbrauch – diese überlagern oft derart das Trauma, daß die Diagnose nicht gestellt wird. Oftmals ist die ursprüngliche Situation auch dem Betroffenen verloren gegangen.